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Die wenigsten Politikwissenschaftsstudenten werden später Amts- und Mandatsträger einer Partei. So sind z.B nur 28 der 614 Bundestagsabgeordneten in Deutschland studierte Politikwissenschaftler. Hingegen ist die Zahl derjenigen, die mittelbar zur Gestaltung von Politik beitragen - die wissenschaftlichen Referentinnen von Politikern in Parlamenten und Ministerien - bedeutend höher. Auch in den Zentralen der Parteien sind Politikwissenschaftler tätig. Aufgaben in Landes- oder Bundeszentralen sind dabei die Organisation von Veranstaltungen, die Begleitung der Parteispitze, die Vorbereitung von Entscheidungen und das Redenschreiben.

1. Voraussetzungen

1.1 In vorderster Reihe- Amts- und Mandatsträger

Wer im Rampenlicht der politischen Öffentlichkeit steht, muss Schlüsselqualifikationen mitbringen, die mehr durch praktische Erfahrungen erlernt werden, als durch das Studium selbst. Ein sicheres Auftreten, eine verständliche, klare Rhetorik und Durchsetzungsvermögen, sowie die Fähigkeit Positionen schlüssig und bestimmt zu vertreten, gehören zum kleinen Einmaleins auf der politischen Bühne (Caton u.a.: Politikwissenschaft im Beruf (2005). Eine politische Karriere in einer Partei beginnt in der Regel nicht erst mit dem Studienabschluss. Sie stützt sich vielmehr auf ein langjähriges parteipolitisches Engagement (z.B. im Wahlkampf), das eine Parteizugehörigkeit oder zumindest parteipolitische Nähe vorraussetzt.

  • Parteizugehörigkeit
  • sicheres Auftreten
  • kommunikative und rhetorische Fähigkeiten
  • Durchsetzungsvermögen

1.2 Hinter den Kulissen- wissenschaftliche Referent/innen

Demgegenüber agieren wissenschaftliche Referenten "im Verborgenen" und haben vielfältige Aufgaben: die tägliche Beantwortung von (Bürger-) Anfragen, das Redenschreiben und die Organisation des Abgeordnetenbüros, bis hin zu ihrer Kerntätigkeit, der Aufarbeitung von tagespolitischen Themen (erfordert Recherche und Komplexitätsreduzierung eines Themas). Auch das Verfassen von Berichten fällt in ihren Aufgabenbereich. Dementsprechend fordert diese Tätigkeit nicht nur Sachkenntnis, sondern auch Management- und ausgeprägte Kommunikationskompetenz sowie die vielgepriesene Multi-Tasking Fähigkeit. Hier ist weniger die Parteizugehörigkeit denn der Sachverstand in einem oder mehreren speziellen Themengebiet(en) gefragt.

  • Sachverstand
  • Managementkompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Mulit-Tasking-Fähigkeit

2. Verdienst

Bundestagsabgeordnete verdienen ca. 10 000 Euro brutto im Monat. Das Gehalt von Länderabgeordneten schwankt von Bundesland zu Bundesland, wobei einige Bundesländer ihren Abgeordneten nur ein bescheidenes Gehalt zugestehen. Als Referent bei einer Fraktion bzw. als wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Abgeordeten liegt der Verdienst unter dem akademischen Durchschnitt. Zudem hat man diese Anstellung nur auf Abruf, d.h. wenn der anstellende Abgeordnete sein Mandat verliert, ist auch der Job als Referent dahin.

 

3. Weblinks

4. Literatur

Matthias Caton, Julia Leininger, Philip Stöver, Claudia Zilla (Hg.): Politikwissenschaft im Beruf. Perspektiven für Politologinnen und Politologen, Münster 2005

 

5. Erfahrungsbericht

Geschäftsführer bei Partei


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